Eine Erkältung hinterlässt ihre Spuren. Man wirkt müde und Schnupfennase ist merklich gerötet. Wer doch mal aus dem Haus muss, fühlt sich mit diesen Tipps gleich frischer.
Rote Nase, Augenringe, trockene Lippen? Mit Pflege & Make-up sehen Sie in Minuten wacher aus.
Eine Erkältung sieht man uns oft sofort an: Die Nase ist wund und gerötet, die Augen wirken müde und der Teint irgendwie „grau“. Dabei fühlen wir uns ohnehin schon schlapp – und müssen manchmal trotzdem raus: zur Arbeit, zum Elternabend oder schnell einkaufen.
Mit ein paar gezielten Tricks können Sie Haut und Schleimhäute beruhigen und gleichzeitig optisch frischer wirken, ohne die gereizte Haut zusätzlich zu stressen. Entscheidend ist eine einfache Reihenfolge, die wirklich funktioniert: erst pflegen, dann kaschieren, dann Akzente setzen.
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In Ihrer Gesundheitszentrum Kleis bekommen Sie alltagstaugliche Tipps, wie Sie sowohl Ihre Haut schont als auch Ihr Erscheinungsbild sichtbar auffrischen – plus Hygiene-Hinweise, damit Sie andere nicht anstecken und Ihre Haut schneller wieder in Balance kommt.
Warum man eine Erkältung im Gesicht sofort erkennt
Eine unkomplizierte Erkältung ist meist keine ernste Erkrankung, aber sie hinterlässt Spuren – und zwar genau dort, wo wir sie am wenigsten gebrauchen können: im Gesicht. Viele Menschen kennen die Kombination aus geröteter Schnupfennase, trockenen Lippen, dunklen Schatten unter den Augen und einem insgesamt fahlen Teint. Das ist nicht nur „Einbildung“, sondern hat handfeste Gründe. Häufiges Schnäuzen reizt die Haut mechanisch, trockene Heizungsluft und Mundatmung entziehen Feuchtigkeit, und schlechter oder zu kurzer Schlaf sorgt dafür, dass wir zusätzlich müde aussehen.
Dazu kommt: Eine Erkältung dauert im Durchschnitt etwa neun Tage (bei Kindern hält sie oft länger an), und besonders Husten kann sich deutlich über eine Woche hinausziehen. Es ist also völlig normal, dass Haut und Schleimhäute in dieser Zeit gestresst reagieren. Genau deshalb ist es sinnvoll, nicht einfach „mehr Make-up“ aufzutragen, sondern strategisch vorzugehen – damit die Haut nicht noch stärker gereizt wird.
Spannend ist auch, wie unser Blick „Gesundheit“ bewertet. In einer Studie zeigte sich, dass eine gleichmäßige, homogene Hautfarbe stark mit dem Eindruck von Jugendlichkeit und Gesundheit zusammenhängt. Übersetzt heißt das: Sie müssen nicht perfekt aussehen – aber wenn Rötungen und Unruhe im Teint reduziert sind, wirken Sie automatisch frischer. Genau da setzen die folgenden Schritte an.
Für einen frischen Look: Beruhigen, kaschieren, beleben
Wenn Sie erkältet sind, ist die richtige Reihenfolge entscheidend. Gute Pflege macht den größten Unterschied, weil sie die Haut beruhigt, glättet und erst die Grundlage schafft, damit Make-up natürlich sitzt. Danach reicht oft schon eine sehr gezielte Korrektur mit Concealer, statt ein komplettes „Voll-Make-up“ aufzubauen. Und zum Schluss sorgt ein bewusst gesetzter Frische-Akzent dafür, dass Sie wieder „wach“ wirken – selbst dann, wenn Sie sich noch nicht so fühlen.
Schritt 1: Haut beruhigen – die wichtigste Basis
Gerade in Erkältungszeiten ist die Hautbarriere oft geschwächt. Sie merken das daran, dass die Haut schneller spannt, trocken wirkt oder sich gereizt anfühlt. Wenn Sie jetzt Make-up auf eine unvorbereitete, trockene Haut geben, setzt sich die Textur gern in kleinen Trockenheitsfältchen ab, betont Schüppchen und wirkt schneller fleckig. Deshalb beginnt ein frischer Look trotz Erkältung immer mit einer passenden Pflege.
Sehr bewährt sind Feuchtigkeitsspender, die Wasser in der Haut binden. Ein Klassiker ist Glycerin, das in vielen Cremes enthalten ist und der Haut hilft, geschmeidiger zu bleiben. In Pflegeprodukten sind häufig Konzentrationen im Bereich von etwa fünf bis zehn Prozent zu finden. Wenn die Haut vor allem an der Nase wund oder sogar leicht rissig ist, kann Dexpanthenol eine gute Unterstützung sein. Dieser Wirkstoff fördert die Regeneration der Hautoberfläche und wirkt gleichzeitig feuchtigkeitsspendend – besonders sinnvoll, wenn Reizung und Reibung ständig wieder neu entstehen.
Schritt 2: Rötungen und Augenringe kaschieren – ohne Maskeneffekt
Nach der Pflege geht es an die Stellen, die bei einer Erkältung am meisten auffallen. Das sind fast immer die Nasenränder, die Augenpartie und manchmal auch die Mundwinkel. Hier ist Concealer die effektivste Lösung, weil Sie damit sehr präzise arbeiten können. Und genau das ist der Trick: nicht „alles abdecken“, sondern nur dort korrigieren, wo es nötig ist.
Unter den Augen reicht häufig ein hauttonpassender Concealer, der im inneren Augenwinkel beginnt und sanft nach außen verblendet wird. Wenn die Schatten eher bläulich-grau wirken, kann ein leicht apricotfarbener Ton zusätzlich frischer aussehen. Bei Rötungen an der Nase hilft oft ein grüner Korrektor, weil Grün Rot optisch neutralisiert. Entscheidend ist dabei die Schichtdicke: lieber zwei hauchdünne Schichten als einmal dick. So wirkt das Ergebnis natürlicher und hält auf gereizter Haut besser.
Schritt 3: Frische „zurückholen“ – Rouge ist der Gamechanger
Viele versuchen bei Erkältung, den Teint immer weiter abzudecken. Dabei ist oft das Gegenteil sinnvoll: Ein gezielter Frische-Akzent wirkt überzeugender als noch mehr Deckkraft. Am stärksten unterschätzt wird hier Rouge. Ein leichter Hauch Farbe auf den Wangen sorgt dafür, dass das Gesicht sofort lebendiger und wacher wirkt – weil wir Frische unbewusst mit gesunder Durchblutung verbinden.
Besonders angenehm ist Creme-Rouge, weil es sich auf trockener oder gestresster Haut besser verbindet und nicht so schnell staubig wirkt. Platzieren Sie es eher etwas höher, also Richtung obere Wangenpartie, damit das Gesicht optisch „geliftet“ und nicht müde wirkt. Wenn Sie mögen, können Sie zusätzlich sehr dezent mit einem Highlighter arbeiten, zum Beispiel am oberen Wangenknochen oder im inneren Augenwinkel. Wichtig ist nur: wirklich sparsam. Zu viel Schimmer betont bei trockener Erkältungshaut schnell jede Unebenheit.
Was bei wunder Nase wirklich hilft
Die Nase ist bei Erkältung oft die größte Baustelle – und gleichzeitig die Stelle, die am meisten Aufmerksamkeit auf sich zieht. Reibung durch Taschentücher und häufiges Abwischen kann die Haut innerhalb weniger Tage stark strapazieren. Deshalb lohnt es sich, genau hier besonders sanft zu sein.
Versuchen Sie, nicht zu rubbeln, sondern vorsichtig zu schnäuzen. Wenn möglich, nutzen Sie weiche Taschentücher, die die Haut weniger reizen. Und pflegen Sie die Nasenflügel konsequent, am besten mit einer schützenden Creme. Dexpanthenol kann hier besonders hilfreich sein, weil es die Regeneration der Haut unterstützt und gleichzeitig Feuchtigkeit spendet.
Für den optischen Soforteffekt gilt: erst pflegen, dann neutralisieren. Wenn Sie versuchen, Rötungen ohne Pflege einfach mit Make-up zu „überdecken“, wirkt das Ergebnis schnell fleckig. Besser ist es, die Haut zuerst zu beruhigen, dann einen kleinen Hauch grünen Korrektor nur an den Nasenflügeln zu verwenden und anschließend mit einem hauttonpassenden Concealer weich zu verblenden.
So wirkt der Blick sofort wacher
Viele merken bei einer Erkältung, dass die Augen empfindlicher reagieren. Sie können leichter tränen, gerötet sein oder sich schlicht schwer anfühlen. Stiftung Gesundheitswissen beschreibt, dass bei Erkältung die Bindehaut leicht gereizt und gerötet sein kann. Das bedeutet nicht automatisch, dass Make-up tabu ist – aber es sollte sehr zurückhaltend und verträglich sein.
Für einen wachen Blick reicht oft eine kleine Korrektur im inneren Augenwinkel und unter dem Auge. Wer Mascara gut verträgt, kann mit einer einzigen Schicht arbeiten. In Situationen, in denen die Augen sehr tränen, ist weniger allerdings wirklich mehr – sonst entsteht schnell der typische „Panda-Effekt“. Auf Kajal auf der Wasserlinie sollten Sie bei gereizten Augen lieber verzichten. Und wenn die Augen stark schmerzen, verkleben oder sehr gerötet sind, ist es besser, gar kein Augen-Make-up zu tragen und das Problem ärztlich abklären zu lassen.
Richtige Lippenpflege
Trockene Lippen sind bei Erkältung häufig und wirken sofort ungepflegt – auch dann, wenn der Rest eigentlich ganz okay ist. Lippenpflege ist deshalb nicht nur „Kosmetik“, sondern ein echter Soforthelfer. Produkte mit Feuchtigkeitsspendern wie Glycerin unterstützen die Geschmeidigkeit, während rückfettende Bestandteile die Oberfläche schützen.
Wenn Sie zusätzlich etwas Farbe möchten, kann ein Lippenstift oder ein leicht getönter Balm sogar besonders viel bewirken. Farbe gibt dem Gesicht Struktur und lenkt den Blick weg von der müden Augenpartie oder der geröteten Nase. Oft reicht schon ein natürlicher Ton, um „gesund“ auszusehen, ohne dass es nach viel Make-up wirkt.
Hygiene nicht vergessen
Erkältungen sind gerade in der kalten Jahreszeit extrem verbreitet. Erwachsene haben im Durchschnitt zwei bis vier Erkältungen pro Jahr, Kinder sogar etwa sechs bis zehn. Außerdem ist man nicht erst ab dem ersten Niesen ansteckend, sondern oft bereits ein bis zwei Tage vor Symptombeginn. Besonders infektiös sind viele Betroffene in den ersten zwei bis drei Tagen nach Beginn der Symptome, insgesamt häufig etwa eine Woche.
Damit Sie niemanden anstecken, ist das klassische Hygienepaket sinnvoll: Niesen und Husten möglichst in ein Einwegtaschentuch oder die Armbeuge, Taschentücher entsorgen und anschließend Hände waschen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt für gründliches Händewaschen rund 20 bis 30 Sekunden.
Frischer Look kurz & knapp
Eine Erkältung macht müde – und genau so sieht man oft auch aus. Die rote Schnupfennase, Augenringe, trockene Lippen und ein fahler Teint sind typische Begleiter, die sich nicht einfach wegzaubern lassen. Weil eine Erkältung im Durchschnitt rund neun Tage dauert, ist es jedoch für viele keine Option, komplett abzutauchen. Umso hilfreicher ist eine Strategie, die sowohl die Haut schont als auch optisch schnell etwas bringt. Der Schlüssel liegt fast immer in der Reihenfolge: Erst die Haut beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen, dann gezielt Rötungen und Schatten ausgleichen und anschließend Frische zurück ins Gesicht holen – am besten mit einem natürlichen Rouge und gepflegten Lippen. Diese Kombination wirkt deutlich überzeugender als ein dicker Make-up-Auftrag, der Trockenheit betont und sich nach kurzer Zeit unschön absetzt.
Wenn Sie nicht sicher sind, welche Pflege zu Ihrer Haut passt oder welche Kosmetik bei empfindlichen Augen sinnvoll ist, kommen Sie gern in Ihre Apotheke. Wir helfen Ihnen dabei, verträgliche Produkte auszuwählen – damit Sie sich trotz Erkältung wohler fühlen und schneller wieder frisch aussehen
FAQ – Häufige Fragen zur frischerem Look bei Erkältung
Darf ich mich mit Erkältung schminken?
Ja, grundsätzlich schon. Wichtig ist, die Haut nicht zusätzlich zu reizen und eher leicht statt stark deckend zu arbeiten. Bei stark gereizten oder schmerzenden Augen ist Augen-Make-up keine gute Idee.
Wie lange bin ich bei einer Erkältung ansteckend?
Man kann bereits ein bis zwei Tage vor Symptombeginn ansteckend sein. Besonders infektiös sind viele Betroffene in den ersten zwei bis drei Tagen nach Symptombeginn, insgesamt oft etwa eine Woche.
Was hilft bei einer wunden Nase am schnellsten?
Sanftes Schnäuzen, weiche Taschentücher und eine schützende Pflege sind entscheidend. Dexpanthenol kann die Regeneration der Haut unterstützen und Feuchtigkeit spenden.
Warum sehe ich mit Rouge sofort frischer aus?
Rouge gibt dem Gesicht optisch wieder Farbe und lässt es gesünder wirken. Creme-Rouge ist bei trockener Erkältungshaut oft besonders natürlich.
Wann sollte ich bei Erkältung lieber ärztlich abklären lassen?
Wenn hohes Fieber, starke Atemnot, Brustschmerzen, ungewöhnlich schwere Beschwerden oder eitrig-verklebte, schmerzhafte Augen dazukommen – oder wenn es Ihnen nach einigen Tagen nicht besser, sondern schlechter geht.
Die 5-Minuten-Routine für den Alltag
Wenn es schnell gehen muss, reicht eine reduzierte Routine oft völlig aus. Starten Sie mit einer Feuchtigkeitspflege, geben Sie bei Bedarf etwas zusätzlichen Schutz an die Nasenflügel, korrigieren Sie Augenwinkel und Rötungen sehr punktuell und setzen Sie dann den Frische-Akzent mit Rouge. Zum Schluss Lippenpflege oder ein Hauch Farbe – und fertig. Das Ergebnis ist nicht „perfekt“, aber sichtbar wacher und gepflegter. Genau das ist bei Erkältung das Ziel.
Verfasst und geprüft von der APOVENA Fachredaktion in Zusammenarbeit mit der Gesundheitszentrum Kleis in Stolberg . Stand 02/2026. Dieser Artikel ersetzt keine Beratung in einer Arztpraxis oder Apotheke.
Für eine persönliche Beratung kommen Sie einfach bei uns in der Gesundheitszentrum Kleis in Stolberg vorbei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und helfen Ihnen gerne weiter.
Hartmut Kleis,